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Im August 2005 gings wieder los - WILDBOYS-Rafting! Diesmal sogar mit beiden Geschlechtern, denn die WILDGIRLS, Indiana Eva, Crocodile Corinna und die französische Fremdenlegionärin Tété, auch bekannt unter dem Decknamen "La Bohème", waren mit im Schlauchboot.


Doch bevors aufs Wasser ging war erstmal Wildgrillen (nicht Wild grillen) angesagt, irgendwo hinter Garmisch am Loisachufer. Da stören kleine Regengüsse nicht und niemand hört dich schreien.

Nach einer erholsamen Nacht im Zelt und Zähneputzen mit frischem Flusswasser (soviel zur Körperhygiene an diesem Tag - wofür gibt's Deo) brannten wir darauf endlich das Wildwasser zu schmecken, also rein ins Boot und ab. Nach kurzer Orientierungs- und Einarbeitungsphase (wie halte ich mein Paddel richtig, wo is vorne, wie macht man nen anständigen 360°) erwartete uns die weltbekannte Grieser Schlucht, auf die wir bestens und gewissenhaft vorbereitet waren. Noch ein schneller 360° und schon gings rückwärts ins Wildwasser Stufe 4 (6=unfahrbar). Die bewundernden Blicke der Angler am Ufer haben sich fest in mein Gedächtnis eingebrannt ("jetzt werds wuid...")

Der Laie wird sich jetzt sicher denken wie man mit nem 10er-Raft durch ne Schlucht kommt in der sogar Kajaker vorher anschauen wo sie durchkommen. Tja der Laie ist eben kein WILDBOY, wo das Boot nicht durchpasst wird's halt drübergehoben oder sonst wie durchgequetscht.
Besonders hervorheben bei dieser Aktion möchte ich die WILDGIRLS, die sich trotz der Strapazen und eiskaltem Wasser immer wieder vom Boot in die Fluten gestürzt haben, selbst wenn das Boot nicht feststeckte. WILDBOYS wissen das es bei solchen halsbrecherischen Tauchmanövern ausschließlich um den Fischfang und den Nervenkitzel im Kampf mit riesigen Krokodilen geht. Leider muss irgendein Softboy die Viecher über unser Kommen informiert haben, nicht ein Einziges traute sich aus seinem Versteck.

Nachdem wir uns einige Stunden in der Grieser Schlucht vergnügt hatten wurde diese leider so eng das wir das Boot in die Senkrechte hätten heben müssen, was natürlich nicht geht denn in dieser Position fällt Bier ins Wasser. Also nix wie rauf über die steile, rutschige und dornige Böschung, Auto holen, einpacken, kurz fahren, auspacken, Boot aufblasen und weiter geht's (Special Thanks to Reinhold Messner).
Wieder auf dem Wasser setzte ein erfrischender Nieselregen ein, so kam zum Wasser von unten das Wasser von oben dazu, was irgendwie passt wie ich finde.
Da das gute Bier in der Schlucht etwas zu kurz gekommen war wurde der Nachmittag selbigem gewidmet. Das darunter dass Fahrverhalten etwas litt lässt sich nicht leugnen, aber einige Kontakte mit der hiesigen Flora (und teilweise auch Fauna, diese meist im Larvenstadium) gehören eben dazu. Noch dazu wenn man so exzellente Reflexe wir Bearnuckle Basti aufweisen kann (er ist übrigens auch der beste Freund des Charming-Bären) der trotz heftigstem Baumbeschuss nie die Kippe oder das Bier verloren hat. Nur einmal das Paddel, was beim trinken aber eh nur stört.


Nun wurde es auch schon Zeit einen Platz für die Nacht zu suchen. Da der Nieselregen Besuch von seinem Freund dem Starkregen bekommen hat, entschieden wir unter einer geräumigen Brücke der Garmischer Autobahn zu nächtigen. WILDBOYS sind schließlich keine Fische die auch nachts gern schwimmen.

Und so steuerten wir dem Höhepunkt jeder Rafting-Tour entgegen: Gebackene Bohnen mit Würschtl. Ein Traum.

Danach machten wir es uns im Sandstrand unter der Brücke mit unserem hübschen Feuer gemütlich, der ein oder andere Baum musste natürlich noch gefällt werden, doch das war ja noch nie das Problem.

Am nächsten morgen, wir schliefen etwas länger (wer lang feiert kann auch lang schlafen), bepackten wir erneut unser treues Gefährt und legten ab.

Dieser Tag hielt endlich einige Wehre bereit, das Salz in der Rafting-Suppe. Wehre muss man sich vorher nur kurz ankucken, den freien Weg nach unten finden, diesen auch treffen und dann geht's rund. Trifft man nicht den richtigen Weg muss man halt kurz aussteigen, das Boot zurechtrücken und aufspringen, aber dann geht's auch rund.

Danach folgten noch drei kleinere Grundschwellen, eine nette Abwechslung doch nie wirklich spannend. Unser Ziel war der Kochelsee, dort endete unsere kleine Tour, und kaum das wir einen Fuss aufs Land setzten kam auch schon die Sonne heraus.
1a Timing…

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